Wenn der Kiefer den ganzen Körper beschäftigt
Bei einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) arbeiten Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Zahnkontakte nicht mehr sauber zusammen. Das klingt lokal, wirkt sich aber selten lokal aus: Der Kiefer hängt über Muskel- und Faszienketten eng mit Nacken, Schultergürtel und Wirbelsäule zusammen.
Deshalb landen viele Betroffene erst nach langer Suche bei der richtigen Behandlung – die Beschwerden zeigen sich oft weit weg vom Kiefer. Häufige Auslöser sind nächtliches Zähneknirschen, dauerhafter Stress, Fehlbelastungen nach Zahnbehandlungen oder eine über Jahre eingeschliffene Fehlhaltung.
Daran erkennen Sie eine CMD
Oft treten mehrere dieser Beschwerden zusammen auf:
Knacken & Reiben im Kiefer
Geräusche beim Öffnen oder Kauen, manchmal begleitet von einem Gefühl, dass der Kiefer „hängen bleibt“.
Eingeschränkte Mundöffnung
Der Mund lässt sich nicht mehr weit öffnen oder öffnet sich schief.
Kopfschmerzen & Migräne
Vor allem morgens und im Bereich der Schläfen – ein typisches Zeichen für nächtliches Knirschen.
Nacken- & Schulterschmerzen
Verspannungen, die immer wiederkommen, obwohl der Nacken behandelt wurde.
Ohrgeräusche & Schwindel
Tinnitus, Druck auf den Ohren oder Schwindel ohne organischen Befund.
Zähneknirschen & Pressen
Abgeriebene Zähne, empfindliche Zahnhälse oder eine Knirscherschiene vom Zahnarzt.
So gehen wir vor
Wir behandeln nicht nur den Kiefer, sondern die Kette, in der er steckt:
Gründlicher Befund
Wir untersuchen Kiefergelenk, Kaumuskulatur, Halswirbelsäule und Haltung – und finden heraus, wo die Störung ihren Ursprung hat.
Manuelle Therapie
Gezielte Handgriffe mobilisieren das Kiefergelenk und lösen die überlastete Kau- und Nackenmuskulatur.
Übungen für zu Hause
Sie bekommen ein kurzes Eigenprogramm, das sich in den Alltag einbauen lässt – daran hängt ein großer Teil des Erfolgs.
Abstimmung mit dem Zahnarzt
Wenn eine Schiene im Spiel ist, arbeiten wir mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt Hand in Hand.
Wer zahlt die Behandlung?
Die Kiefergelenkbehandlung wird ärztlich oder zahnärztlich verordnet – häufig als manuelle Therapie mit dem Zusatz „CMD“. Bei medizinischer Notwendigkeit übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten; es fällt die übliche gesetzliche Zuzahlung an. Sprechen Sie uns an, wenn Sie unsicher sind, welche Verordnung Sie brauchen.
Beschwerden, die niemand richtig zuordnen kann?
Oft steckt der Kiefer dahinter. Wir schauen genau hin – vereinbaren Sie einen Termin.